Freitag, 9. August 2013

Wissenswertes zu Tomaten


    Die Tomate heißt lateinisch Solanum lyopersicum. In Österreich und Südtirol, wird sie Paradeiser oder Paradiesapfel genannt. 
    Die Tomatenpflanze ist eine einjährige Pflanze, die Wärme und Sonne liebt. Als Tomaten bezeichnet man die roten Gemüsefrüchte die zur Familie der Nachtschattengewächse gehören. Sie sind verwandt mit den Kartoffeln, Paprika und Auberginen.  
Die Früchte, also die Tomaten sind meistens 1,5 - 2.5 cm groß . Es gibt aber auch Sorten mit 10 cm und welche mit 1 cm Durchmesser. Die Farben varieren von gelb, orange und rot.

Johannes Schätzler  / pixelio.de

Historie

Ursprünglich kommen die Tomaten aus Südamerika, genauer gesagt aus dem Hochland von Ecuador und Peru. Ihren Weg nach Europa, fanden sie im 15. Jahrhundert durch die spanischen Entdecker. Anfangs hielt man sich die Pflanzen lediglich als Zierpflanze, da die Früchte nicht größer waren als kleine Beeren. 
Hier bei uns dauerte es bis nach dem 1. Weltkrieg bis die Früchte beliebt wurden. Heute sind sie Spitzenreiter was der heimischen Gemüseverbrauch angeht, denn jeder Deutsche, verzerrt jedes Jahr ca 19 Kilo Tomaten. 
Die deutschen Tomaten wachsen fast ausschließlich in Gewächshäusern . In den Monaten wo sie hier keine Saison haben kommen sie meistens aus den Niederlanden oder Spanien.

Sorten und Formen

Tomaten gibt es in verschiedenen Formen und Arten. Man unterscheidet zwischen runden , länglichen, gerippten, Kirschtomaten und Fleischtomaten. 
Strauchtomaten sind Tomaten, die man in Traubenform  am grünen Zweig erntet. 
Es gibt sie in gelb, orange, rot, grün und sogar schwarz. 

Gabriele genannt Gabi Schoenemann  / pixelio.de

Inhaltstoffe
Die Tomaten bestehen zu 95 % aus Wasser. Der Brennwert ist mit 75 Kalorien pro 100 g relativ gering. 

Weitere Inhaltstoffe sind Vitamin  A,  B1 , B2,  C,  E und Niacon sowie Mineralstoffe und Spurenelemente wie Kalium, Phosphor, Kalzium, Magnesium, Natrium, Zink und Eisen. 
Daneben enthalten sie wichtige Kohlehydrate und Fruchtsäuren
Die rote Farbe der Früchte kommt von den Caratinoiden, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören und welcher antioxidativ wirkt und die Immunabwehr stärken soll sowie gegen bestimmte Krebsarten wirken sollen. . 

Allerdings enthalten grüne, unreife Tomaten hohe Mengen des Alkaloids Tomatin, Der Verzehr führt dann zu Übelkeit, Durchfall und Krämpfen

Verwendung

Tomaten essen die meisten frisch, und roh am liebsten zB im Tomatensalat. Die Tomate läßt sich aber auch super in der Küche verarbeiten, da man sie kochen, braten schmoren, grillen, dünsten oder trocknen kann. 

Ansonsten wird daraus  ua. Ketschup, Tomatenmark, Tomatensauce, Tomatensuppe oder Tomatensaft. 

Siegfried Baier  / pixelio.de


Lagerung

Die beste Lagertemperatur für Tomaten ist 13 - 18 Grad und einer relativen Luftfeuchte von 13 -18 Grad. Normalerweise halten sie sich dabei 2 Wochen lang, und verlieren nur wenig ihrer gesunden Inhaltsstoffe während der Lagerung. 
Nicht gelagert werden sollte die Tomate im Kühlschrank, weil sie dadurch deutlich an Geschmack und Haltbarkeit verliert. 

Außerdem sollte man Tomaten wenn möglich immer getrennt von anderen Gemüsesorten lagern, denn sie scheiden während der Lagerung Ethen aus, das der Stoffwechsel andere Gemüsesorten oder Früchte beschleunigt. 
Tomaten können auch eingefroren werden, wodurch sie allerdings ihre feste Struktur verlieren. 

Anbau für zu Hause

Die Samen für die Tomaten gibt es im Internet in Massen. 
Da viele Tomatenliebhaber gerne die " alten Sorten " erhalten und essen wollen, gibt es auch Unmengen von Seiten die den Anbau, die Pflege und die Samengewinnung aus der Lieblingssorte erklären. 
Auch ohne grünen Daumen ist Tomaten pflanzen einfach, da die Tomatenpflanze pflegeleichter ist als gedacht.

Damit die Tomaten Keimen können, brauchen sie 22. - 25. Grad. Danach sollte es aber kühler sein. 
Die Aussaat sollte Ende März erfolgen. Die Aussatkisten, sollten in der Küchenfensterbank aufgestellt und zum keimen gebracht werden.
Wenn die Pflänzchen gekeimt haben werden sie, sobald man sie mit den Fingern greifen kann, in Töpfe vereinzelt und hell aber etwas kühler aufgestellt. Jungpflanzen brauchen viel Licht, eventuell sollte man hier mit einer Plfanzenleuchte nachhelfen. Ansonsten ist es besser, kräftige Jungpflanzen beim Gärtner zur Pflanzzeit ( ende April - Mitte Mai ) kaufen. 

Für die Pflanze ist  es  am Anfang erstmal wichtig,  die Auswahl eines geeigneten Standortes zu treffen. Der Boden sollte Nährstoffreich sein, eine Mischung aus Kalk , Dünger und Kompost wäre ideal.Vor dem Einpflanzen werden die unteren Blätter der Pflanze mit den Fingern abgezupft und die Tomatenpflanze in die Erde gesetzt. Hier sollte man darauf achten, das die unteren Blätter nicht die Boden berühren, da sich dort sonst schnell Schimmel bilden kann. 
Der Standort sollte sonnig und warm sein, darum ist die beste Pflanzzeit Anfang Juni, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. 

Die Pflanze sollte bei Auspflanzen etwas tiefer gepflanzt werden, als sie vorher stand. Der Pflanzabstand variiert zwischen 50 und 100 cm, je nachdem, welche Sorte man pflanzt. 


Auch in der Stadt muss man auf den Anbau von Tomaten nicht verzichten. Es gibt kleinbleibende Sorten, die man in Töpfe oder Blumenkästen pflanzen kann. Am Besten sollte man   regengeschützte, sonnige Standorte wählen. 

An den Pflanzen bilden sich gelbe Blüten, die ausreichend befruchtet werden müssen. Meistens werden die Blüten vom eigenen Blütenpollen befruchtet. Man kann dem aber nachhelfen, indem man die Pflanze 1 - 2 Mal in der Woche, kurz vor Mittag schüttelt. Das ist besonders in Gewächshäusern empfehlenswert, da dort meist windstille herrscht und Hummeln und Bienen nicht tätig werden. 

Ilona Laufersweiler  / pixelio.de  
Pflege
Gegenüber Pilzen und Bakterien sind Tomaten leider relativ anfällig. Die Braunfäue ist ihr größter Feind. Diese wird durch einen Pilz verursacht der über die Luft übertragen wird und bei bei feuchten Blättern, schnell eine Infektion auslösen kann. Daher ist es ratsam die Pflanze möglichst trocken zu halten. 
Damit die Blätter nicht mit Wasser in Berührung kommen, sollte man die Tomaten immer nur von unten gießen. Ein weiterer Tipp ist den Boden mit Stroh zu bedecken und die Pflanzen mit luftdurchlässigen Folien zu bedecken. 
Allerdings gibt es auch einen natürlichen Schutz vor Pilzen. Den erreicht man wenn man sogenannte Unterpflanzungen vornimmt. Dabei pflanzt man zwischendurch Tagetes, Schnittlauch oder Basilikum. Das wirkt den Pilzsporen entgegen. 
Kartoffeln, Fenchel und Erbsen sollte man hingegen nicht in die Nähe pflanzen. 

Eine weitere Pflegemaßnahme ist das "Ausgeizen"  Dabei werden die Seitentriebe abgetrennt. Dadurch läßt sich der Ertrag steigern. Ab Mitte August, kappt man die Spitze der Tomatenpflanze , sodas keine neuen Früchte mehr nachwachsen, die vorhandenen aber gut ausreifen können, bis sie geerntet werden.