Mittwoch, 8. Mai 2013

Wechselwirkungen von Medikamenten und Medikamenten mit Nahrungsmitteln.

Einige Nahrungsmittel können die Wirkung von Arzneimitteln hemmen oder deren Effekt sogar erhöhen. 


Schon lange weiß man, dass zB  Alkohol einen schlechten Einfluss auf Medikamente haben kann. Aber auch Milch und Joghurt machen  Antibiotika wirkungslos und Tee und Kaffee sind für Schmerzmittel schlecht. Das enthaltene Koffein puscht deren Wirkung , was den Vorteil hat das man mit einer kleineren Dosis genauso viel erreichen wie mit der normalen.  Ist in dem Schmerzmittel aber schon  Koffein enthalten, macht die Extra Portion zitternde Hände.

Die Hersteller der Arzneimittel sind dazu verpflichtet, alles anzugeben, was sie über die Wirkungen zwischen Lebensmitteln und Medikamenten wissen. Aber zu dem Thema ist noch relativ wenig bekannt. 
Die Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Alkohol sind vielfältig, häufig und daher am besten bekannt. Schnaps, Bier oder Wein dämpfen das zentrale Nervensystem und verstärken Arzneimittel, die eine ähnliche Aufgabe haben. Außerdem kann Alkohol den Abbau von Medikamenten hemmen

Alkohol verstärkt die Wirkung folgender Mittel:


Mittel gegen Depressionen, 

Beruhigungsmittel , 
Barbiturate, 
Schlafmittel , 
Mittel gegen Psychosen sowie
Diabetes-Medikamente. 

Auch Beruhigungsmittel mit dem Inhaltsstoff Clomethiazol verträgt sich schlecht mit Alkohol. Wenn man hier beides zusammen einnimmt kann der Blutdruck abfallen, die Atmung beeinträchtigt werden, vermehrt Speichel fließen oder die Körpertemperatur absinken.

Patienten, die nach dem reichen Genuss von Alkohol Schmerzmittel die Salicylate (z. B. Acetylsalicylsäure) enthalten einnehmen ,  riskieren eine Magenblutung. .

Um Alkoholabhängigen Patienten den Alkohol schlecht zu reden, behandelt man sie zum Teil mit Disulfiram. Trinken sie dazu weiter Alkohol, führt das oftmals zu Gesichtsrötung, Hitzewallung, Kopfschmerz, Schwindel, Atemnot, Erbrechen, Herzklopfen und Blutdruckabfall.


Also : Immer im Beipackzettel prüfen ob sich das Medikament auch mit Alkohol verträgt !!!!!

Weiter haben auch einige Antibiotika das Problem , das sie ihre Wirkung in Kombination mit Milch, Käse, Quark und Joghurt verlieren. 

Darüber gibt es Wechselwirkungen von Milchprodukten mit folgenden Medikamenten : 
- Arzneien zum Knochenaufbau, können nur zum kleinen Teil aufgenommen werden                                                              - Bisphosphonate, die z. B. bei Osteoporose helfen, könnnen nur zum Teil verwertet werden 

Also : Bei Einnahme von Antibiotika, Fluoriden und Bisphosphonaten mindestens zwei Stunden davor und danach keine Milchprodukte zu sich nehmen .

"Blutverdünner“ bekommt man zB nach einem Herzinfarkt oder nach einer Op verschrieben, wenn die Gefahr einer Thrombose besteht. Diese werden aber wirkungslos, wenn sie mit Lebensmitteln die Vitamin K enthalten, zusammenkommen. Vitamin K Quellen sind ua Brokkoli, Kopf- und Feldsalat, Rosenkohl, Spargel, Spinat, Mangold, Bohnen, Erbsen, außerdem Eigelb, Innereien und fetthaltige Milchprodukte . 

Also: Auf eine ausgewogene Ernährung achten  und auf größere Mengen Vitamin K haltiger Kost verzichten. 


Die sogenannten MAO-Hemmer, die gegen Depressionen genommen werden, vertragen sich nicht mit mit der Aminosäure Tyramin. Tyramin entsteht in Nahrungsmitteln die Protein enthalten , wenn sie länger gelagert wurden, zB weiße Bohnen, Hefe, Joghurt, Käse, Bierhefe, Salami und Salzhering. Es treibt dann den Blutdruck hoch was mit den MAO-Hemmer zusammen zu einem Blutdruckanstieg bis zur Gehirnblutung  führen kann. Das kann  sogar noch bis zu 2 Wochen nach Absetzen des Medikaments auftreten.

Also: Patienten, die MAO-Hemmer einnehmen, sollten auf die Empfehlungen im Beipackzettel achten. Sie variieren von Substanz zu Substanz.

Antibiotika gegen Blasenentzündungen harmonieren nicht mit koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee, Schwarz-, Grüner Tee,  Matetee oder Cola. Sie behindern nämlich den Abbau von Koffein im Körper. Die Folge sind z. B. Nervosität, Herzrasen oder Schlafstörungen.
  • Auch homöopathische Medikamente verlieren an Wirkung, wenn sie dazu Kaffee trinkt.
  • Koffein wirkt auch auf Schmerzmittel wie ein Doping. Eine kleinere Dosis des Medikaments bringt in der Kombination mehr. Aber Vorsicht: Die Pillen nicht mit Cola hinunterspülen, wenn sie bereits Koffein enthalten. Sonst kann der Koffeinstoss zu Herzflattern führen.

    Eisenpräparate vertragen sich auch nicht mit Kaffee, Tee und Rotwein. Die Eisenionen und die Gerbsäure  gehen im Magen eine schwer lösliche Verbindung ein – der Organismus scheidet das Eisen ungenutzt aus.

    Das Koffein wirkt Barbituraten entgegen. Sie kommen heute gegen Epilepsie zum Einsatz.

    Koffein kann die Wirkung von Theophyllin verstärken, das häufig in der Asthmatherapie eingesetzt wird. Unruhe, Schlaflosigkeit oder Herzklopfen sind die Folgen.

    Es setzt die Wirkung von Schlafmitteln wie Chloralhydrat und Hypnotika herab.

    Die Gerbstoffe in Tee und Kaffee heben den Einfluss mancher Psychopharmaka im Organismus auf.

    Koffein verdoppeln den Effekt von einigen Diabetes-Medikamenten die den Blutzuckerspiegel senken sollen. Dadurch kann der Blutzucker gefährlich weit abfallen.

Also: Lasse koffein- und gerbsäurehaltige Getränke während einer Behandlung mit diesen Medikamenten lieber stehen.


Sogar ein Müsli, das eigentlich als gesund gilt, kann gleichzeitig mit bestimmten Arzneien  n der Aufnahme verzögert wirken. Das gilt für Vollkorngetreide, Gemüse, Hülsenfrüchten oder Obst. Die enthaltenen Ballaststoffe beeinflussen die Effekte von:
- Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure oder Paracetamol
- Penicillin
- Trimethoprim (Antibiotikum bei Harnwegsinfektionen)
- Levothyroxin (in Schilddrüsen-Präparaten)                                                                                                  - Antidepressiva wie Doxipin

Also: Fragen den Arzt, ob du besser zwischen Müsli oder Vollkornbrot und der Medikamenteneinnahme zwei Stunden vergehen lassen sollten.

Limonaden, Obstsäfte, Wein, aber auch Brausetabletten enthalten so genannte Citrate. Schluckt man damit zB Medikamente die gegen eine Übersäuerung des Magens helfen,  kann die Aluminiumkonzentration im Blut ansteigen. Mögliche Symptome: Anämie, Verwirrung, Krampfanfälle bis hin zum Koma. Aluminium steht außerdem im Verdacht, die Alzheimer Krankheit zu begünstigen.

Also: Niemals citrathaltige Getränke und Aluminiumsalze gleichzeitig einnehmen. Das gilt für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und für Kinder.

Diuretika sind Mittel, die den Körper entwässern. Sie schwemmen gleichzeitig Vitamine und Mineralstoffe aus. Nimmt man entwässernde Arzneien und isst zudem regelmäßig Lakritze, kommt es zu einem verstärkten Kaliumverlust. Die Symptome sind Muskelschwäche, Schläfrigkeit, schwächere Reflexe und ein erhöhter Blutdruck.

Also: Auf Lakritze verzichten , während man entwässernde Medikamente einnimmt..


Aber was ist, wenn man den Beipackzettel eines Medikaments verloren hat ? 
Hier gibt es die Beipackzettel der meisten Medikamente: Apotheken Umschau

Neben den Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln, gibt es ja noch die Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten. Wenn ihr also mehrere Arzneimittel einnehmt, könnt Ihr hier mögliche Wechselwirkungen mit unserem Check überprüfen. Die Wechwirkungen könnt Ihr hier überprüfen :Apotheken Umschau 

Da kann man prima selbst prüfen ob bei gleichzeitiger Einnahme der eingenommenen Medikamente eventuell Wechselwirkungen auftreten .