Mittwoch, 8. Mai 2013

Heilwirkung von Kräutern und Rezepte mit Kräutern



Zur Standardausrüstung gehören in jeder Küche Salz und Pfeffer zu einem gutem Essen. Aber vielfach findet man auch Kräuter wie Dill, Rosmarin,Basilikum oder Thymian. Mit Hilfe dieser Kräuter werden  Saucen und Salate sowie Fleisch- und Fischgerichte lecker verfeinert. 

Wenn wir nun wieder an die Alte Kräuterfrau vom Markt denken, fällt uns ein das viele von den Kräutern auch eine Heilwirkung haben. 

Rosmarin eignet sich zum Würzen von gebratenem Fisch und Fleisch  und zum Verfeinern von Kartoffeln, Gemüse und Salat.  Wenn die Speisen warm gegessen werden, sollte man Rosmarin nur sparsam verwenden, da es sein volles Aroma erst bei Hitze entfaltet. Rosmarin kann das ganze Jahr über geerntet werden und sollte immer frisch verwendet werden.

Rosmarin wirkt entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend. Darum hilft Rosmarin zB bei Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen. Um das Herz Kreislaufsystem zu stärken sollte Rosmarin äußerlich aufgetragen werden. Außerdem hat Rosmarin eine  durchblutungsfördernde Wirkung, darum findet man es auch häufig in Massageölen.

Rezept: Rosmarinkartoffeln
½ Tasse Olivenöl in einer Schüssel mit einem 1/2 Teelöffel Salz und den Blättern von 2 frischen Rosmarinzweigen vermischen. 8 Kartoffeln waschen und einfach in Spalten schneiden. Die Kartoffeln mit dem Öl vermischen, auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten lang backen.


Dill heißt auch  Gurkenkraut, da es oft zum Würzen von Gurken benutzt wird. Danaben eignet es sich aber auch zum Verfeinern von Saucen und Fischgerichten. Dill schmeckt leicht süßlich.
Im Dill sind viele wertvolle ätherischen Öle enthalten, die den Dill zum wertvollen Gewürz machen. Dill soll zB bei Schlaf- und Appetitlosigkeit helfen. Besonders gut ist hier die Verwendung von Dillwein. Auch bei Magenbeschwerden verfehlt es seine Wirkung nicht.Hier sollte man eine Tasse Dilltee trinken. Auch eine milchfördernde Wirkung besitzt der Dill, darum ist er gut für stillende Mütter geeignet.  

Rezept: Honig-Senf-Dill-Sauce
125 Milliliter Olivenöl in einem Topf erhitzen und dazu drei Esslöffel scharfen Senf, zwei Esslöffel Honig und 20 Milliliter Sahne geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und den feingehackten Dill hinzufügen. Kurz aufkochen lassen und zu Lachs oder Baguette servieren. 



Schnittlauch ist in vielen deutschen Küchen äußerst beliebt: Das Küchenkraut stammt aus der Familie der Lauchgewächse und hat einen zwiebelähnlichen Geschmack. Häufig wird es zum Verfeinern von Dips und Kräuterbutter sowie von Salaten und Soßen verwendet. Aber auch zum Würzen von Fleisch-, Geflügel- und Eiergerichten ist Schnittlauch bestens geeignet. Da Schnittlauch reich anVitamin C sowie an den Mineralstoffen Kalium und Phosphor ist, wirkt sich das Würzen mit dem grünen Kraut auch positiv auf unsere Gesundheit aus.
Neben seinen wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen ist Schnittlauch aber auch empfehlenswert, da seine ätherischen Öle harntreibend, schleimlösend und antibakteriell wirken. Zudem soll der regelmäßige Verzehr von Schnittlauch den Cholesterin- sowie den Blutdruckspiegel senken können. Auch bei Magen-Darm-Problemen wie einer Magenentzündung oder Blähungen soll das Würzen mit Schnittlauch dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern.

Rezept: Kartoffel-Schnittlauch-Suppe
500 Gramm Kartoffeln kochen und anschließend fein stampfen. 100 Gramm Butter und 500 Milliliter Milch hinzugeben und verrühren, so dass eine cremige Masse entsteht. Einen Bund Schnittlauch in feine Ringe schneiden, zur Suppe hinzugeben und diese noch einmal kurz aufkochen lassen. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken


Thymian wird in der Küche entweder frisch oder getrocknet zum Verfeinern von Speisen verwendet. Besonders in der spanischen, französischen und mexikanischen Küche ist Thymian unverzichtbar. Dabei passt das Küchenkraut sowohl zu Gemüse und Fisch als auch zu diversen Fleisch- und Geflügelgerichten. Auch zum Würzen von Suppen ist Thymian bestens geeignet. Damit Thymian sein typisches Aroma entfalten kann, sollte der Thymianzweig einige Zeit gemeinsam mit den übrigen Zutaten gekocht werden. Vor dem Servieren sollte der Zweig dann wieder entfernt werden.
In der Medizin steckt Thymian in vielen pflanzlichen Präparaten, die zur Behandlung von Erkältung und Bronchitis eingesetzt werden. Auch bei Keuch- und Reizhusten kann Thymian die auftretenden Beschwerden gut lindern, denn die im Thymian enthaltenen ätherischen Öle wirken schleimlösend. Vor der Verwendung von Tymianpräparaten sollte die Packungsbeilage gründlich gelesen werden, denn wird Thymian zu hoch konzentriert, kann es die Atemwege reizen. Deswegen darf Thymianöl bei Babys und Kleinkindern auch nicht verwendet werden.

Rezept: Aprikosen-Thymian-Gelee
1 Kilogramm Aprikosen entsteinen, in Stücke schneiden und in einen Topf geben. Saft und Schale von zwei Limetten ebenfalls in den Topf geben, 500 Gramm Gelierzucker hinzufügen und das Gemisch drei Stunden lang ziehen lassen. Anschließend fünf Zweige Thymian zur Aprikosenmasse hinzufügen und diese fünf Minuten unter Rühren sprudelnd kochen lassen. Danach die Thymianzweige wieder entfernen, die Aprikosenmasse in heiß ausgespülte Einmachgläser geben und diese fest verschließen.



Petersilie ist eines der bekanntesten deutschen Küchenkräuter. Sie wird zum Verfeinern von Suppen, Salaten und Dips verwendet, verleiht aber auch einem belegten Brot eine besondere Note. Auch Pellkartoffeln werden häufig zusammen mit Petersilie serviert. Petersilie wird am besten frisch verwendet, das sie beim Trocknen und Einfrieren an Aroma verliert.
Petersilie enthält viel Vitamin C und stärkt somit das Immunsystem. Aber auch Vitamin A und Vitamin B sind in der Petersilie in größeren Mengen vorhanden. Um einen Vitaminverlust zu vermeiden, sollte das Küchenkraut nicht gekocht werden. In der Naturheilkunde wird Petersilie eine belebende Wirkung nachgesagt, sie soll beispielsweise bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich sein. Zudem hat das grüne Kraut einen positiven Einfluss auf den Verdauungsvorgang und wirkt harntreibend.
Rezept: Petersilien-Pesto
75 Gramm Petersilie, 2 Knoblauchzehen, 40 Gramm Pinienkerne, 40 Gramm Mandelblätter und 65 Gramm Parmesan in einem Mixer pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Langsam 100 Milliliter Olivenöl hinzugießen, verrühren und das Pesto anschließend kalt stellen.


Frisches Basilikum passt in der Küche hervorragend zu Fisch, Fleisch, Eiern und Kartoffeln. Mit seinem pfefferartigen Geschmack eignet sich das Küchenkraut außerdem zum Verfeinern von Salaten und Gemüsesuppen. Daneben wird Basilikum aber auch für die Herstellung von verschiedenen Essigsorten und Kräuterölen sowie von Pestos verwendet. In der Regel wird Basilikum warmen Speisen erst kurz vor dem Servieren zugefügt, da das Aroma des Krautes durch Hitze leicht zerstört wird.
Der Verzehr von Basilikum fördert den Appetit und kurbelt die Fettverdauung an. Zudem kann das Küchenkraut bei Magenverstimmungen die Schmerzen lindern. Darüber hinaus soll Basilikum auch bei Migräne, Depressionen und Angstzuständen eine positive Wirkung haben. Eine arzneiliche Anwendung wird aufgrund seines hohen Gehaltes an Estragol jedoch abgelehnt. In Tierversuchen hat sich Estragol nämlich als krebserregend herausgestellt. Der Verzehr von frischem Basilikum gilt jedoch als unbedenklich.

Rezept: Knoblauch-Basilikum-Öl
15 Basilikum-Blätter waschen und trocken tupfen. Die Blätter gemeinsam mit fünf geschälten Knoblauchzehen in eine Flasche geben und diese mit einem geschmacksneutralen Öl füllen. Die Flasche zwei Wochen lang im Kühlschrank aufbewahren, dann kann das Öl abgefiltert und zum Würzen von Salaten und Saucen verwendet werden


Bärlauch eignet sich aufgrund seines aromatischen Geschmacks besonders gut zum Verfeinern von Suppen, Soßen und Salaten. In vielen Gerichten wird er zudem als feinere Alternative des Knoblauchs verwendet. Generell gilt, dass Bärlauch nur frisch verwendet werden sollte, da er tiefgefroren oder getrocknet deutlich an Aroma verliert.
Bärlauch schmeckt jedoch nicht nur lecker, sondern ist auch noch äußerst gesund, denn er enthält größere Mengen an Vitamin C sowie an Eisen und Magnesium. Neben seiner Rolle als Küchenkraut wird Bärlauch auch in der Heilkunde eingesetzt. Da das Küchenkraut den Gärungsprozessen im Darm entgegenwirkt und somit Blähungen vorbeugt, wird es in erster Linie zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Daneben wird Bärlauch aber auch eine cholesterinsenkende, gefäßerweiternde sowie appetitanregende Wirkung nachgesagt.

Rezept: Bärlauch-Creme
200 Gramm Frischkäse mit einem Teelöffel Paprikapulver vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 100 Gramm Feta-Käse in kleine Stücke schneiden und anschließend ½ Bund Bärlauch feinhacken. Käse und Bärlauch unter die Frischkäsemasse heben und gut verrühren. Servieren Sie dazu Baguette.

Mit ihrem frischen, minzig-zitronigen Geschmack lässt sich die Melisse gut in grünen Salaten sowie zum Verfeinern von Suppen, Soßen und Dips verwenden. Daneben passt das Küchenkraut auch zu Pilz-, Wild- und Fischgerichten, wird aber auch in Süßspeisen und Getränken benutzt. Zitronenmelisse sollte immer möglichst frisch verwendet werden, da sie beim Trocknen an Aroma verliert. Um einen Geschmacksverlust zu verhindern, sollte sie auch nicht gekocht werden.
In der Naturheilkunde wird Zitronenmelisse bei einer Vielzahl von Beschwerden verwendet. So soll das Küchenkraut unter anderem bei Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Unruhezuständen und Magen-Darm-Beschwerden helfen. Äußerlich angewendet soll ein Melissentee außerdem dazu beitragen Hautunreinheiten zu beseitigen, während ein Dampfbad mit Melissentee fettige Haut bekämpfen soll.

Rezept: Zitronenmelisse-Sorbet
400 Milliliter Wasser mit 150 Gramm Zucker in einen Topf geben und aufkochen. Den Sirup anschließend auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen zwei Handvoll Zitronenmelisse-Blätter über den Sirup geben und das Gemisch 24 Stunden lang im Kühlschrank ziehen lassen. Am nächsten Tag die Flüssigkeit abseihen und den Saft einer ausgepressten Zitrone hinzufügen. Die Masse anschließend sechs Stunden lang im Gefrierschrank weiter abkühlen lassen.