Montag, 27. Mai 2013

Alles über Möhren





Schon in der Steinzeit wurden die Möhren sehr gern gegessen. Bis die Kartoffel auftauchte, waren sie die meist verspeiste Beilage.  Im Altertum wurden sie oft auch als Heilpflanze eingesetzt. Die heutigen Möhren sind vermutlich Kreuzungen verschiedener Wildpflanzen. Heute zählen die Möhren zu den beliebtesten Gemüsesorten auf der ganzen Welt. 
Man kennt Möhren auch unter dem Namen Karotten, Mohrrübe, Gelbe Rüben, Rübli oder Wurzel. 
Möhren sind lang und schmal. Die optimale Möhre hat ein möglichst dünnes Mark, eine möglichst dicke Rinde und ist von einheitlicher Farbe. Die Rinde ist der wertvollste Teil der Wurzel. Das Herz ist meistens etwas heller und enthält weniger Zucker, Nähr- und Aromastoffe.Sie gehören zur Familie der Doldenblüter und es  gibt sie in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Die Farben gehen vom Gelb über Orange bis zu Violett. 
Möhren werden als einjährige Pflanze angebaut und beim Freilandanbau zwischen März und April ausgesät. Die Haupterntezeit reicht von Juni bis November. Da sie aber gut lagerfähig ist, kann sie in Deutschland das ganze Jahr auf den Tisch kommen. Es gibt frühe und späte Sorte: Frühmöhren werden ab Juni meist im Bund als  Bundmöhren mit Grün verkauft, spätere Möhren kommen gewaschen und ohne Grün auf den Tisch. Es gibt heute mehr als 100 verschiedene Sorten.
Vitamine und Nährstoffe
Was in der Karotte steckt sieht man ihr schon an der Farbe an, für die die sekundäre Pflanzenstoffe ( die sogenannten Carotinoide ) verantwortlich sind. Dazu gehört auch das Beta-Carotin, welches der Körper in Vitamin A umwandeln kann. .Dabei reicht eine mittlere Karotte von ca 80 Gramm aus, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken
Das Vitamin A ist wichtig für das Zellwachstum, es unterstützt das Immunsystem sowie den Aufbau von Haut und Schleimhäuten. Ein Mangel an dem Vitamin kann zu einer Nachtblindheit führen, da der Körper das Vitamin A zum Hell / Dunkelsehen benötigt. Also ist was dran an dem altem Spruch das Möhren gut für die Augen sind.
Beta-Carotin in natürlicher Form – wie es in Karotten, Spinat oder Paprika steckt – ist gesundheitlich unbedenklich. Das stimmt aber nicht bei  isoliertem Beta-Carotin, das in einigen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Laut einigen Studien kann es dabei bei Rauchern das  Lungenkrebsrisiko erhöhen . Es ist daher empfohlen am Tag nicht mehr als zwei Milligramm des isolierten Beta-Carotin zu sich zu nehmen. Für die natürlichen Beta-Carotin-Quellen gilt das aber nicht. 
Außerdem erhalten Möhren Vitamin K ( wichtig für die Blutgerinnung)  und Folsäure. Folsäure gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist an der Zellteilungsprozessen und vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt. Zudem enthalten Möhren Kalium und Kalzium. Und auch diejenigen unter uns die Diät machen dürfen beherzt zugreifen, denn je nach Art enthalten 100 Gramm gerade einmal um die 26 Kilokalorien. Auch zum Abnehmen sind Karotten also super geeignet.

Da das enthaltene Beta-Carotin fettlöslich ist, wird es vom menschlichen Körper zusammen mit Fetten besser aufgenommen. Die Möhren darum am Besten mit etwas Käse essen oder gedünstet in Butter. Dieses hat auch den Vorteil, dass dabei die Zellwände aufbrechen, und das Beta-Carotin freigesetzt wird. Das erhält man auch, wenn man die Karotten kleinschneidet oder raspelt. Im Übrigen ist Beta-Carotin relativ hitzebeständig. Es geht unter Wärmezufuhr beim schonenden Garen nicht so schnell verloren. 

Lagerung 

Möhren brauchen es kühl und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Im Gemüsefach des Kühlschranks bleiben sie ca. 3-4 Wochen haltbar. Bei Bundmöhren aber vorher das Grüne abschneiden, denn darüber verlieren sie am meisten Flüssigkeit. Allerdings verlieren Möhren, wie jedes Gemüse mit der Lagerung auch teilweise die guten Inhaltsstoffe, darum sollten sie erst garnicht lange gelagert werden, sondern frisch gegessen werden.
Der Frischetest
Möhren die frisch sind, sind intensiv orangefarben, knackig und fest. sie dürfen sich nicht biegen lassen und sich nicht runzelig anfühlen. 
Übrigens kann man Möhren auch prima einfrieren, dann sollten sie vorher kurz blanchiert und klein geschnitten werden.
Verwendung 

Möhren passen zu nahezu jedem Gericht.  Sie machen sich sauer oder  süß bestens und gehen auch  im Kuchen prima. Rohkostplatten würden ohne die Möhren ziemlich blass aussehen, gekocht fühlen sich Möhren mit  Erbsen besonders wohl. Grundsätzlich schmecken Möhren in jeder Form. Dem einen als Saft, dem anderen geraspelt im Salat, manche lieben Möhren als Suppe, andere als Beilage. Man kann sie blanchieren, kochen, rösten, einlegen oder einfach roh mit oder ohne Dip geniessen.