Montag, 15. April 2013

Steuererklärung 2011, Anlage EÜR/S/G

Steuererklärung 2011


Anlage EÜR/S/G 




Unternehmer haben viele Möglichkeiten, das Finanzamt an den Kosten zu beteiligen. Dabei muss derjenige der selbstständig und freiberuflich tätig ist die Anlage S ausfüllen. Gewerbebetriebe die Anlage G und alle die nicht bilanzieren, sondern eine Einnahmen Überschußrechnung machen  die Anlage EÜR .


Freiberufler und Selbstständige müssen keine Buchführung erstellen . Ihr Gewinn für die Steuererklärung wird mit einer Einnahmenüberschußrechnung ermittelt, sofern die Einnahmen über 17 500 Euro liegen. Dies gilt auch für Arbeitnehmer mit selbstständiger Nebentätigkeit. Liegen die Einnahmen unter 17.500 € brauchen sie die Anlage nicht abgeben.

Teilweise können auch Gewerbetreibende die  Anlage EÜR ausfüllen  wenn der Umsatz in den beiden letzten Jahren nicht höher als 1/2 Million Euro und der Gewinn nicht mehr als 50. 000 € betrug.

Betriebliches Fahrzeug: Zu den Einnahmen gehört auch die Privatnutzung des betrieblichen Fahrzeuges . Diese kann entweder exakt nach Fahrtenbuch berechnet werden oder sofern die berufliche Nutzung überwiegt,  kann auchdie 1 % Methode ( 1 % vom Brutto-Listenpreises des Fahrzeugs). Am sinnvollsten ist es über mindestens 3 Monate strikt ein Fahrtenbuch führen und dann selbst zu errechnen, welche Methode sich mehr auszahlt. Wer viel privat fährt, fährt mit der 1-Prozent-Regel meist günstiger.

Für betriebliche Fahrzeugen können Unternehmer Abschreibungen und Betriebskosten wie Benzin, Versicherungen, Kfz-Steuer, Reparaturen, Garagenmiete und Leasingraten  geltend machen.

Abschreibungen:
Kauft man Anlagegüter, die mehr als 1 Jahr betrieblich genutzt werden so wie zB Fahrzeuge, Computer, Möbel, Maschinen usw müssen die Kosten auf den Monat genau über die Nutzungsdauer verteilt abzuschreiben. Die einzige Ausnahme sind die Kosten die Arbeitsmittel von weniger als 150 € (netto). Diese sind sofort abzusetzen.

Planen Unternehmen für das nächste Jahr eine größere Investion, so können sie , sofern Ihr Gewinn unter 100.000 € liegt , einen Investitionsabzugsbetrag  für geplante Investitionen wie etwa  Maschinen, Photovoltaikanlage bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Kosten – zusammen maximal 200 000 Euro – außerbilanziell vom Gewinn abziehen.Einzige Bedingung :  Die Investition muss innerhalb von drei Jahren stattfinden – und gilt auch für gebrauchte bewegliche Wirtschaftsgüter.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG´s genannt ) mit Kosten von 151 bis 1000 € ist ein Sammelposten zu bilden, der über fünf Jahre mit jeweils 20 Prozent gewinnmindernd aufzulösen ist

Sonstige Abzüge: Raumkosten, Schuldzinsen ,  Porto, Telefon, Büromaterial, Reise- und Fortbildungskosten, Fachliteratur , Rechts oder Steuerberatung, Reise- und Übernachtungskosten bei auswärtiger Tätigkeit, Geschenke an Geschäftsfreunde (bis zu  35 Euro), Bewirtungsaufwendungen (70 % bei Geschäftspartnern und Kunden,100 % bei Mitarbeitern) , HomeOffice, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen Tätigkeit bildet .

Bitte immer Belege dazulegen
Bewirtungsrechnungen über 150 € müssen hinten mit NAmen der Teilnehmer ausgefüllt werden.