Freitag, 19. April 2013

Alles über Rhababer

Moni Sertel  / pixelio.de


Es gibt wieder leckeren Rhabarber in den Läden und auf den Feldern. Damit ist nun offiziell der Frühling eingeläutet. Die Saison endet mit dem Spargel zusammen am 24. Juni, dem Johannistag. 
Rhabarber ist absolut lecker als Grütze. Ein Gericht das ich schon als Kind geliebt habe. 
Klasse ist das Gemüse auch als auf dem Kuchen oder in Marmeladen. Nicht zu empfehlen ist der Genuss von rohem Rhabarber. Roh ist er viel zu sauer und nicht sehr bekömmlich. 

Rhabarber ist reich an Vitamin C und Kalium. 
Er hat gerademal 20 Kilo Kalorien bei 100 g und ist damit sehr kalorienarm.


Früher wurde Rhababer in China als Heilpflanze angebaut und weiterverarbeitet. Dabei wurde aus den Wurzeln ein Verdauungsmittel hergestellt und das leckere, die Stangen nämlich, wurden entsorgt. Das zeigt auch der Name "Rheum rhabarbarum",was auf deutsch einfach "Wurzel der Barbaren".



Das „Rharbarum“ im lateinischem Namen kommt vom Fluss Rha, was heute die Wolga ist. Damals bauten die Tataren den Rhababer an dem Ufer vom Fluss an. Die Stangen waren noch lange ZEit ein Abfallprodukt, erst  spät entdeckte man, dass sie echt lecker sein können.

Heutzutage ist das umgekehrt. Wir interessieren uns nur noch für die Stangen. Die Wurzeln hbleiben in der Erde und treiben im nächstem Frühjahr wieder neu aus. Damit der Rhabarber schon so früh gerntet werden kann, wird er mit Folie zugedeckt , so das darunter mehr Wärme entsteht und die Pflanzen früher sprießen. Anfang März wird die Folie entfernt, damit die Stangen nicht nur lang werden sondern an Dicke gewinnen. Je Jünger der Rhabarber geerntet wird, desto milder ist er. Obwohl er am Anfang nur mild säuerlich ist, wird er später dicker, mit Fasern durchzogen und richtig sauer. 


Die Sorten unterscheiden sich in der Farbe der Stangen. Hier in Hamburg wird meist Holsteiner Blut angebaut. Je grüner die Stangen, desto mehr sogenannte Oxalsäure enthalten sie. Das macht sie im Geschmack saurer und es wird entschlackend.Für Gesunde ist das kein Problem, nierenkranken sollten ein wenig aufpassen.


Richtig frischen Rhabarber erkennt man an seinen leicht glänzenden , festen Stangen und das die abgeschnittenen Ende saftig  und frisch sind. Zur Aufbewahrung am Besten, wie Spargel, in ein feuchtes Tuch wickeln. So bleibt er ein paar Tage knackig.