Sonntag, 31. März 2013

Steuertricks mit schlechten Chancen


Man gerät bei der Erstellung der Steuererklärungen leicht in Versuchung seine 
Steuerschuld zu drücken. Doch viele sogenannte Tricks sind rechtswidrig und
fliegen teilweise auch schnell auf





Vermeiden sollte man:  

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Bei den Fahrtkosten

Den Arbeitsweg mal eben und 5 km verlängern nur um die Fahrtkosten in die 
Höhe zu treiben und damit die Steuer zu drücken macht keinen Sinn. Auch 
Finanzbeamte leben nicht hinterm Mond und haben Pc und Internet mit 
Routenplaner. So können sie die Arbeitswege schnell nachvollziehen. 

Ein Umweg zur Arbeit wird nur anerkannt, wenn die Strecke verkehrsgünstiger 
und schneller ist. 



Bei den Arbeitstagen

Jeder Finanzbeamte wird stutzig wenn man mehr der 220 normalen Arbeitstage 
angibt.  Die 220 Arbeitstage errechnen sich wie folgt:  5 Tage x 52 Wochen 
wären 260 Tage. abzüglich zB 30 Tage Urlaub mach nur noch 230 Tag und 
dann rechnet man im Schnitt 9 Feiertage ab macht 221 Tage. Sofern man 6
Tage die Woche arbeitet erhöht sich die Zahl um rund 50 Tage.  Auch zu 
berücksichtigen bei den Arbeitstagen sind die Tage an denen man wegen 
Krankheit gefehlt hat. Tage zwischen 210 und 230 Tagen werden in der Regel 
problemlos anerkannt. 


Bei Quittungen für Bücher 

Es gibt Steuerzahler die wirklich jede Buchquittung aufheben und bei der Steuer 
einreichen. Doch bisher ist es nicht erlauft Krimis als Fachliteratur abzusetzen. 
Das geht auch oft schief, denn meist steht die Buchnummer ( ISBN ) auf der
Quittung und anhand dieser Nummer findet jeder Steuerbeamte auch jedes 
Buch was nicht zur Fachliteratur zählt raus. Aber man kann seit 2011 auch 
Bücher für das Allgemeinwissen von der Steuer absetzen. Wenn das Buch 
dann nur zu Hälfte beruflich genutzt wird, kann auch nur die Hälfte abgesetzt 
werden. 


Beim Arbeitszimmer

Arbeitszimmer ist für jeden Steuerbeamten ein gefundenes Fressen. Denn 
So mancher Steuerzahler will das Kinderzimmer vom jüngsten mal eben als 
Arbeitszimmer absetzen. Aber was wenn der Sachbearbeiter vom Finanzamt 
kann auch mal auf blauen Dunst vorbeischauen und dann müsste man hektisch 
Möbel rücken während der Staatsdiener vor der Türe steht. 


Bei den Bewerbungskosten

Ihren Einsatz in aller Ehre, auch wer hohe Kosten für einen weiten Fahrtweg
zum Vorstellungsgespräch beim eventuellen neuen Arbeitgeber ansetzt muss 
sich nicht wundern wenn dies kritisch hinterfragt wird.  


Bei eventuellen Wertpapiergewinnen   
                                                                                             

Jeder Sparer mag seinen Gewinn ab liebsten für sich behalten und nur ungern
mit dem  Finanzamt teilen. Einnahmen zu verschweigen lohnt sich aber nicht. 
Auch nicht wenn das Geld an ausländischen  europäischen Banken hängt. 
Das Finanzamt können nämlich Jahresbescheinigungen der Banken über alle Wertpapiergeschäfte anfordern. Und die ausländischen Banken melden die 
Zinserträge automatisch den Finanzbehörden. 


Bei der Weiterbildung 

Weiterbildung ist schön und gut, aber wer die Kosten dafür vom Arbeitgeber 
ersetzt bekommt, der darf diese Kosten selbstverständlich nicht noch von der 
Steuer absetzen. Und so fragen Finanzbeamte schon mal nach wenn man 
mehrere tausend Euro für eine Weiterbildung angeblich selbst bezahlt haben. 
Außerdem kann es auch passieren das das Finanzamt mal bei Chef 
vorbeischaut und dann eine Rückprüfung mit Ihren Angaben macht.  


Beim Konto für Kinder

Schaue Eltern wollen manchmal die Steuern auf das gesparte umgehen und
legen dann Konto bei der Bank für die Kinder an, denn diese haben einen eigenen Sparerfreibetrag. Hierbei sollte  man aber beachten das das Geld nicht nur zum 
Schein übertragen werden darf. Wenn dann so  das die Eltern keinen Zugriff 
mehr auf das Geld haben.