Freitag, 15. Februar 2013

Was ist von der Einkommensteuer / Lohnsteuer abziehbar ???




Sonderausgaben sind :
  • Unterhaltsleistungen an den geschiedenen / dauernd getrennt lebenden Ehegatten,
  • Renten und dauernde Lasten, mit Verpflichtungsgrund zB Altenteil.
  • Kirchensteuer Zahlungen abzüglich Erstattungen
  • Steuerberatungskosten,
  • Schulgeld,
  • Spenden,
  • Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung Ehemann
  • Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung Ehefrau


Vorsorgeaufwendungen
Hierzu gehören
  • Beiträge zu Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit (Sozialversicherung und private Versicherungen),
  • zu Kranken - und Pflegeversicherungen ( Sozialversicherung und private Versicherungen ) ,
  • Beiträge zu den gesetzlichen Rentenversicherungen oder landwirtschaftlichen Alterskassen.
  • Beiträge zu eigenen Erwerbs- und Berufsunfähigkeitsversicherungen,
  • Unfallversicherungen,
  • Haftpflichtversicherungen,
  • Risikolebensversicherungen sowie zu Kapitallebens- und Rentenversicherungen, die vor dem 1.1.2005 abgeschlossen wurden.
  • Beiträge zum Aufbau einer eigenen kapitaldeckenden Altersvorsorge,




Außergewöhnliche Belastung
Außergewöhnliche Belastungen kann man geltend machen, wenn einem höhere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrheit der anderen Steuerpflichtigen entstehen. Dann können die Beträge, die die zumutbare Belastung übersteigen, bei der Einkommensteuererklärung abgezogen werden ( § 33c EStG).
Die zumutbare Belastung berechnet man so:
Höhe der Einkünfte (Gesamtbetrag) bis 15.340,- Euro über 15.340,- Euro bis 51.130,- Euro über 51.130,- Euro
keine Kinder und Anwendung der Grundtabelle 5 % 6 % 7 %
keine Kinder und Anwendung der Splittingtabelle 4 % 5 % 6 %
ein oder zwei Kinder 2 % 3 % 4 %
drei oder mehr Kinder 1 % 1 % 2 %
Die außergewöhnlichen Belastungen besonderer Art sind im Gesetz einzeln genannt. Sie werden auf Seite 3 des Mantelbogens Ihrer Steuererklärung abgefragt:


Mit dem Behinderten-Pauschbetrag sind typische behinderungsbedingte Kosten abgegolten, die sich nur schwer oder gar nicht nachweisen lassen.


Den Hinterbliebenen-Pauschbetrag bekommen Sie dann, wenn Sie Ihren Ehepartner oder einen Elternteil im Dienste des Vaterlandes verloren haben.


Der Pflege-Pauschbetrag steht Ihnen zu, wenn Sie einen hilflosen Angehörigen zumindest teilweise persönlich und unentgeltlich pflegen.


Mit dem Unterhaltshöchstbetrag überträgt der Staat den Grundfreibetrag eines unterhaltsberechtigten bedürftigen Angehörigen ganz oder teilweise auf Sie, wenn Sie für seinen normalen Lebensbedarf aufkommen müssen.


Neben den eben genannten Fällen gibt es einzeln nachzuweisende Fälle
Das Leben hat weit mehr außergewöhnliche Situationen zu bieten als die oben genannten Fälle. Deshalb dürfen Sie außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art geltend machen. Allerdings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit diese Fälle von den privaten Kosten abgrenzbar sind.
Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art liegen nur vor, wenn die Ausgaben
  • außergewöhnlich sind,
  • zwangsläufig entstehen,
  • notwendig und angemessen sind sowie
  • eine finanzielle Belastung für Sie darstellen.
Hier eine Liste der einzeln nachweisbaren außergewöhnlichen Belastungen:
  • Abfindung an den Vormieter bei krankheitsbedingtem Wohnungswechsel,
  • Abmagerungskur,
  • Adoptionskosten,
  • Aids,
  • Alkoholsucht,
  • Altersheimkosten, sofern die Unterbringung wegen Krankheit notwendig ist,
  • Arzneimittel,
  • Arztkosten,
  • Augenoperation,
  • Beerdigung,
  • Besuchsfahrten,
  • Brille/Kontaktlinsen,
  • Delfintherapie,
  • Dialyse,
  • Diät, Diätkost,
  • Drogenabhängigkeit,
  • Fahrtkosten bei Behinderung und/oder Krankheit,
  • Führerscheinkosten bei Behinderten,
  • Ersatz von Hausrat nach Brand, Hochwasser oder Naturkatastrophen
  • Hörgerät,
  • Internatskosten für ein krankes oder behindertes Kind
  • Ersatz von Kleidung nach einem Feuer, Hochwasser oder Naturkatastrophen
  • Kurkosten,
  • künstliche Befruchtung, auch bei Ledigen
  • Laserbehandlung der Augen ,
  • Legasthenie ,
  • logopädische Behandlung,
  • medizinische Fachliteratur,
  • medizinische Hilfsmittel,
  • Pflegebedürftigkeit: Aufwendungen für die eigene Pflege,
  • Pflegebedürftigkeit: Aufwendungen für die Pflege eines Angehörigen,
  • Pflegeheim ,
  • Praxisgebühr ,
  • Prozesskosten,
  • Psychotherapie,
  • teilweise Rechtsanwaltskosten ,
  • Reisekosten zum Ort der Behandlung ( Fahrten, Hotel und Essen usw )
  • Scheidungskosten nach Gerichtsverfahren ,
  • Sport,
  • Tomatis-Hörtherapie,
  • Treppenlift ( Einbau und laufende Kosten ,
  • Umbau von Haus oder Wohnung aus medizinischen Gründen ,
  • Unterhalt an bedürftige Familienmitglieder,
  • Zahnarztkosten,
  • Zahnimplantate,
  • Zuzahlungen zu Medikamenten
  • Betreuung alter oder hilfloser Steuerpflichtiger durch eine Begleitperson,
  • medizinische Hilfsmittel, die als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarf anzusehen sind,
  • psychotherapeutische Behandlung,

Bestattungskosten
Für Erbfallkosten ( dazu gehören die Bestattungskosten ) kann ein Pauschbetrag von 10.300,- Euro abgezogen werden, ohne dass man eines Nachweises erbringt. Sind die Kosten höher, lohnt sich der Nachweis. Bei mehreren Erben wird der Betrag von 10.300 € aufgeteilt.
Reicht die Erbschaft nicht aus, um entstandene Erbfallkosten auszugleichen, können außergewöhnliche Belastungen entstehen.
Diese Kosten können im Erbfall entstehen:
  • Beerdigung oder Feuerbestattung
  • Trauerfeier
  • Grabstein,
  • übliche Grabpflege,
  • Erbscheins,
  • Anwaltskosten im Streitfall
  • Todesanzeigen,
  • Anreise von Verwandten zur Beerdigung
  • Trauerkleidung sofern extra gekauft
  • Überführung der Leichnams,
  • Danksagungen,
  • Todeserklärung,
  • Eröffnung des Testamentes,
  • Gerichts-, Notariats- und Anwaltskosten für die Nachlassregelung
  • Einsetzung eines Testamentsvollstreckers
  • Steuerberater, der die Erbschaftsteuererklärung erstellt.


Haushaltsnahe Dienstleistungen
Minijob im Haushalt
Sozialversicherungspflichte Beschäftigung im Haushalt
Haushaltsnahe Dienstleistungen für Hilfen im Haushalt
Pflege und Unterbringungsleistungen im Haushalt Im Heim den anteiligen Betrag
Handwerkerleistungen für das Haus ( nur der Lohn )

Werbungskosten
Werbungskostenabzug gibt es nur bei überwiegend beruflicher Nutzung
Oft werden Gegenstände nicht nur für berufliche Zwecke, sondern auch privat genutzt. Und eine solche private Mitbenutzung ist nur dann steuerlich unschädlich, wenn sie "von untergeordneter Bedeutung ist". Finanzgerichte und Finanzverwaltung haben sich im Laufe der Jahre auf eine Grenze von 10% festgelegt.
Für einige beruflich genutzte Gegenstände gilt das strenge Aufteilungs- und Abzugsverbot erfreulicherweise nicht. Denn die folgenden Aufwendungen sind mit dem beruflichen Anteil steuerlich abzugsfähig – gleich, ob die 10%-Grenze überschritten ist oder nicht.
Im Wesentlichen sind das:
  • gemischt veranlasste Auswärtstätigkeiten;
  • der private Pkw, soweit Sie ihn bei beruflicher Auswärtstätigkeit nutzen;
  • der häusliche PC;
  • Reisen zu Fortbildungszwecken;
  • Telefon, Telefax, Anrufbeantworter im Rahmen der Telekommunikationsaufwendungen;
  • Beiträge für Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherungen.

Werbungskosten: Beispiele von A bis Z
  • Aktentasche
  • Aktenvernichter
  • Anrufbeantworter
  • Arbeitskleidung
  • Arbeitsmittel
  • Arbeitszimmer
  • Auswärtstätigkeit
  • BahnCard
  • Berufshaftpflicht
  • Berufskleidung
  • Berufsverbände
  • Bewerbungskosten
  • Bewirtungskosten
  • Bücher
  • Büromaterial
  • Büroverschönerung
  • Computer
  • Dienstreisen
  • Diktiergerät
  • Doppelte Haushaltsführung
  • Drucker
  • Fachliteratur
  • Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit
  • Fortbildung
  • Fotokopierer
  • Geschenke
  • Gewerkschaften
  • Handheld
  • Handy
  • Häusliches Arbeitszimmer
  • Internet
  • Koffer
  • Lampe
  • Laptop
  • Monitor
  • PC
  • PDA
  • Reisekosten
  • Scanner
  • Schreibtisch
  • Schulung
  • Seminare
  • Software
  • Sprachkurse
  • Taschenrechner
  • Telefax
  • Telefon
  • Umzug
  • Verpflegungskosten
  • Zeitung/Zeitschrift
  • Zweitwohnung